Auch Tiere bekommen Arthrose - Wie sind die Anzeichen dafür!

 

 Gelenkkrankheiten,
 
 Arthropathien, Gesamtheit der auf degenerativen oder entzündlichen Prozessen beruhenden krankhaften Veränderungen der Gelenke.

 Degenerative Gelenkkrankheiten:
 
Die degenerative Gelenkkrankheit (Arthrose) beginnt stets mit einer Schädigung des Gelenkknorpels und führt dann zu Veränderungen und Verformung des angrenzenden Knochens. Symptome sind Schmerzen, Schwellung und zunehmende Bewegungseinschränkung des betroffenen Gelenks. Die Ursachen sind bei der primären Arthrose nicht geklärt, möglicherweise besteht ein Missverhältnis zwischen Belastung und Belastbarkeit des Gelenkknorpels. Sie tritt bevorzugt im höheren Lebensalter auf, bei Übergewicht oder schwerer körperlicher Belastung auch schon früher. Die sekundäre Arthrose kann infolge angeborener (z. B. angeborene Hüftverrenkung) oder erworbener (z. B. X- oder O-Bein) Fehlstellungen von Gelenken auftreten, darüber hinaus nach Gelenkverletzungen oder Gelenkentzündungen. Von Arthrose betroffen sind bevorzugt die Hüftgelenke (Koxarthrose) und Kniegelenke (Gonarthrose), danach die Gelenke der Wirbelsäule (Spondylarthrose), seltener Gelenke der oberen Gliedmaßen. Die Behandlung der degenerativen Gelenkkrankheiten erfolgt zunächst immer konservativ, z. B. mit Wärme, Krankengymnastik, schmerzstillenden und entzündungshemmenden Arzneimitteln, im fortgeschrittenen Stadium operativ, z. B. durch Korrektur von Fehlstellungen, Gelenkversteifung oder durch künstliche Gelenke (Arthroplastik).
 
 Entzündliche Gelenkkrankheiten: Die entzündliche Gelenkkrankheit (Arthritis) kann ein (Monarthritis) oder mehrere (Polyarthritis) Gelenke befallen und geht immer von der Gelenkinnenhaut aus. Die infektiöse Arthritis wird durch Bakterien verursacht, ist oft mit einem eitrigen Gelenkerguss verbunden und führt unbehandelt meist zu einer schweren Gelenkschädigung. Die häufigste Form der nicht infektiösen Gelenkentzündung ist die chronische Polyarthritis (rheumatoide Arthritis), die wahrscheinlich auf immunologische Vorgänge zurückzuführen ist (Rheuma). Sie beginnt an den Fingergrundgelenken und ist durch zunehmenden Befall weiterer Gelenke gekennzeichnet. Schwere Verlaufsformen können zu hochgradigen Gelenkzerstörungen und -verformungen führen. Sonderformen sind die Psoriasis-Arthritis (Beteiligung des Bewegungsapparates bei Schuppenflechte) sowie die Bechterew-Krankheit mit bevorzugtem Befall der Wirbelsäulengelenke. Die Behandlung wird bei infektiöser Arthritis mit Antibiotika durchgeführt; bei nicht infektiöser Entzündung umfasst sie Krankengymnastik, im Anfangsstadium kurzfristig die Gabe von Schmerzmitteln, langfristig von Antirheumatika und Immunsuppressiva, in fortgeschrittenem Stadium erfolgt sie operativ (z. B. Entfernung der entzündeten Gelenkinnenhaut, künstliche Gelenke).  
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