Große Katzen


Felidae, Familie der Raubtiere mit hoch spezialisiertem Gebiss, sprungkräftigen Hinterbeinen und einziehbaren Krallen (Ausnahme: Gepard), sehr gutem Gehör, Tast- (Tasthaare am Kopf) und Sehvermögen. - Die frühere Unterteilung der Katzen in zwei Unterfamilien, die Eigentlichen Katzen (Felinae) mit den beiden Gattungsgruppen Kleinkatzen (Felini) und Großkatzen (Pantherini) sowie die Geparden (Acinonychinae) wurde inzwischen aufgegeben. Neuere molekularbiologische Untersuchungen haben u. a. ergeben, dass der Gepard mit dem Puma nahe verwandt ist und mehrere Katzen-Gruppen unterschieden werden können. Die weiterhin bestehende Großkatzen-Gruppe umfasst u. a. Löwe, Tiger, Leopard, Schneeleopard, Jaguar. Außerdem zählen zu den Katzen u. a. die Luchse, der Serval und der Ozelot. - Die Hauskatze stammt von der Wildkatze ab, insbesondere von der in Ägypten und Nubien verbreiteten Nubischen Falbkatze (Felis silvestris libyca). Sie wurde im 3. oder 2. Jahrtausend v. Chr. in Ägypten und Kleinasien domestiziert. Die Rassenmannigfaltigkeit ist bei der Hauskatze viel geringer als z. B. beim Hund. Die Hauskatzen unterscheiden sich in Zeichnung, Färbung und Beschaffenheit des Haarkleides, in Körperform und Größe. Man unterscheidet zwischen »gewöhnlichen« Hauskatzen und Rassekatzen. Letztere werden in Langhaar- und Kurzhaarrassen eingeteilt, die meist in mehreren Spielarten oder Farbschlägen vorkommen. Zu den Langhaarrassen sind u. a. Perserkatzen, Colourpoint (Khmer), Birmakatzen und Türkische Katzen, zu den Kurzhaarrassen Europäische Kurzhaarkatzen, Orientalische Kurzhaarkatzen einschließlich Siamkatzen, Abessinierkatzen, Burmakatzen, Koratkatzen, Russischblaue und Rexkatzen zu zählen. Rassekatzen erlangen die Zuchtreife mit 10-12 Monaten. Nach einer Tragezeit von 63 bis 65 Tagen (Siamkatzen etwa 67) werden meist 3-6 Junge geboren. Sie sind blind und taub und öffnen die Augen im Alter von 8 bis 10 Tagen. (c) wissenmedia GmbH, 2010