Der Großteil der betroffenen Katzen überträgt diese Krankheit durch Verletzungen. An erster Stelle steht hier die Bissverletzung. Auch Sozialkontakte zwischen Katzen können in einigen wenigen Fällen zu einer Ansteckung führen. Ähnlich wie beim Menschen kann ein Welpe bei der Geburt oder durch das Stillen durch die Mutter bzw. die Muttermilch infiziert werden.
Hauskatzen ohne Kontakt nach draußen , sind kaum betroffen von einer Infektion dieser Art. Verstirbt ein infizierter Vierbeiner, so muss folgendes bei einer Neuanschaffung bedacht werden: Der infizierte Vorgänger kann, bedingt durch seine Immunschwäche, noch andere Krankheiten in sich getragen haben. Das birgt für den Nachfolger ein Risiko. Zwar ist der FIV-Virus selbst außerhalb seines Wirths sehr instabil und überlebt auch nur eine ganz kurze Zeit, doch andere Krankheiten können hier schon resistenter sein.In einem solchen Fall ist es am Besten, wenn der alte Katzenhausstand entsorgt wird, ist das nicht machbar, oder will man nicht wieder komplett von vorne anfangen, hilft nur eine komplette Desinfektion des alten Spielzeuges, der Katzentoilette und des Fressnapfes usw. Aber Achtung! Die normalen Hausmittel, wie man sie im täglichen Gebrauch zur Desinfektion benutzt, sind hier nur bedingt wirksam. Es gibt dafür spezielle Desinfektionsmittel und nur diese sind wirklich wirksam. Lassen Sie sich in jedem Fall von Ihrem Tierarzt im Vorfeld beraten.

Wie oben bereits erwähnt, ist eine wirksame Vorbeugung durch eine Impfung für den neuen Mitbewohner gegen FIV nicht möglich.

 

 

Weitere ausführlichere Erklärungen zu diesem Thema finden sich unter:


a. Wikipedia
b. F I V
c. Katzeninfo

 

* Retroviren, bei Wirbeltieren verbreitete Virenfamilie mit sieben Gattungen (Alpha-, Beta-, Gamma-, Delta- und Epsilon-Retroviren sowie Lenti- und Spumaviren), die einsträngige RNA als genetisches Material besitzen. Retroviren sind rundlich und von einer labilen, mit Oberflächenfortsätzen besetzten Lipidhülle umgeben. Sie besitzen ein spezielles Enzym, die reverse Transkriptase, mit deren Hilfe die Virus-RNA bei Infektion der Wirtszelle in DNA übersetzt wird, die dann in das Wirtsgenom eingebaut wird. Retroviren sind ausschließlich tier- und humanpathogen. Vertreter der Lentiviren erzeugen u. a. bei Schafen chronische Infektionen mit monate- bis jahrelangen Inkubationszeiten (Slow-Virus-Infektionen); auch HIV-1 und HIV-2, die Erreger von Aids, werden den Lentiviren zugeordnet. Zu den Delta-Retroviren gehören u. a. HTLV-1 und HTLV-2 (human-T-lymphotrophic viruses), die beim Menschen die T-Lymphozyten befallen (Nachweis beim T-Zell-Lymphom beziehungsweise der Haarzellleukämie). Das Retrovirus XMRV (Abkürzung für englisch xenotropic leukemia virus related virus) gilt als möglicher Auslöser bösartiger Tumore der Prostata. (c) wissenmedia GmbH, 2010