Katzen mit fortgeschrittener Diabetes nehmen auch oftmals sehr stark ab, da das eigene Körperfett verbrannt wird und dies, obwohl diese Tiere sehr viel fressen. Doch der gesteigerten Fettverbrennung haben sie vielmals nichts entgegen zu setzen.
Um bei Verdacht auf Diabetes nicht sofort mit der Katze zum Tierarzt gehen zu müssen, gibt es am Anfang ein paar einfache, jedoch nicht ganz so genaue Möglichkeiten zu testen. Am Einfachsten ist es einen Teststreifen in den Urin des Tieres zu halten, dadurch kann man den Anfangsverdacht entweder wieder verwerfen, oder man stellt hier bereits eine Verfärbung und damit verbunden eine Erhöhung des Blutzuckerspiegels fest.

Ebenso kann im Vorfeld an der Katze ein sogenannter Heimtest gemacht werden. Dieser Test hat auch den Vorteil, dass er relativ stressfrei für die Fellkugel abläuft. Dabei wird die Katze auf der Innenseite des Ohrs gestochen, um von ihr einen Tropfen Blut zu ergattern. Nun kommt jener auf einen für diese Zwecke bestehenden Teststreifen. Diese Teststreifen sind fast überall zu bekommen, da es sich um gängige Testmethoden handelt. Nach dem Test wird das Ergebnis mit der Farbvorlage auf der Verpackung verglichen und so grob bestimmt. Bringt das Ergebnis hervor, dass der Wert höher als 500 liegt, so muss die Katze richtig eingestellt werden und das geht nur über den professionellen Weg, dem Tierarzt.

Die genaueste Methode den Blutzuckerspiegel zu messen, ist natürlich immer noch der Weg über den Tierarzt. Dort kann per Blutabnahme der Blutzucker genau bestimmt werden. Die Blutentnahme erfolgt in der Regel an den Pfoten.

 

 

Wichtig hierbei:
Es muss dabei nicht nur der Zucker (Glukose) bestimmt werden, sondern unbedingt auch das *Fructosamin.

 

 

Die Bestimmung von Fructosamin steigt bei dieser Art der Erkrankung an und deshalb sollte es immer mit gemessen werden. Ist das Ergebnis höher als 300, so sollte mit einer Behandlung begonnen werden. Doch dazu kann Ihnen Ihr Tierarzt jederzeit weiter helfen und wird Sie als Resultat eines solchen Ergebnisses auch gleich passend Beraten und eine entsprechende Behandlung vorschlagen.

 

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*Fructosamin (Synonym: Fruktosamin, Fructosamine) ist ein an Bluteiweiße gebundener Traubenzucker (Glucose). Dabei bindet sich die Glucose an exponierte Aminosäuren der Eiweiße (Glykierung, da dies ohne Beteiligung von Enzymen geschieht). Beim Mensch und Hund wird Glucose vor allem an Albumine, bei Katzen eher an Globuline gebunden. Der Fructosamingehalt im Blut unterliegt viel geringeren Schwankungen als der Blutzuckerspiegel und repräsentiert aufgrund der Halbwertszeit der Eiweißmoleküle den mittleren Blutzuckerwert der vergangenen ein bis drei Wochen. Der Fructosamingehalt wird daher auch als „Blutzuckergedächtnis“ bezeichnet.

Der Fructosamingehalt ist in der Diagnostik und für die Insulineinstellung für Diabetiker von Bedeutung, insbesondere dann, wenn der HbA1c-Wert (dieser ist ein Maß für den Blutzuckergehalt über einen längeren Zeitraum, etwa drei Monate) etwa bei hämolytischer Anämie wenig aufschlussreich ist. Eine besondere Bedeutung hat der Wert bei diabetischen Katzen, da bei diesen der Blutzuckerwert enormen stressbedingten Schwankungen unterworfen ist.

Bei Störungen des Albumin-Haushaltes (Albuminmangel oder -überschuss im Blut) oder bei einem Eiweißverlust über den Urin (Proteinurie) ist der Fructosamin-Wert nicht aussagekräftig. Kurzfristige und vorübergehende Störungen der Blutzuckerkonzentration können ebenfalls nicht mittels des Fructosamin-Wertes erkannt werden.

Quelle: Wikipedia